Hier finden Sie die aktuellen Radon-Studien im Überblick, die der Wirkungsweise des Radons und dem Nutzen als Schmerztherapie für rheumatische Erkrankungen nachgehen:
Grewis (Genetische Risiken und entzündungshemmende Wirkung von ionisierender Strahlung)

Forschungspartner: Helmholtzzentrum der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt, Technische Universität Darmstadt, die Universitäten Frankfurt und Erlangen sowie das Bundesamt für Strahlenschutz

In einem großangelegten, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit fünf Millionen Euro über dreieinhalb Jahre geförderten, Projekt erforschen das GSI und seine Partner den Wirkmechanismus des Radons auf biomedizinischer Ebene. Konkret geht es darum, in einer „Radonkammer” die Wirkung des Radons auf Zellkulturen und auf rheumatische Mäuse zu testen. Leiterin des Projekts ist Dr. Claudia Fournier aus der Abteilung Biophysik bei GSI.

Vor allem für die in Deutschland einzigartige Radonstollentherapie in Bad Kreuznach wird damit substanzielle Grundlagenforschung geleistet, nachdem die Therapie auf 100 Jahre Erfahrungsmedizin zurückblicken kann.

Pressemitteilung der GSI

Effekte der inhalativen Radontherapie auf regulatorische T-Zellen, Zytokine und den klinischen Verlauf von Patienten mit ankylosierender Spondylarthritis (Morbus Bechterew)

Forschungspartner: Universitätsklinikum der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, ACURA Kliniken Rheinland-Pfalz AG in Bad Kreuznach

Bei dem durchgeführten Projekt handelt es sich um eine Studie an Probanden, die schwer an einer Spondylarthropathie erkrankt sind. Untersucht werden Patienten, die im Rahmen ihrer rehabilitativen Behandlung freiwillig an einer inhalativen Radontherapie im Radonstollen Bad Kreuznach teilgenommen haben und Kontrollpatienten, die die gleiche rehabilitative Behandlung erhielten, jedoch nicht an der Radontherapie teilnahmen.

Ziel der Studie ist es, Auswirkungen der inhalativen Radontherapie auf bestimmte T-Zellen und Zytokine im Blut, Bestandteile des Immunsystems, die für die Entzündungsprozess stehen, aufzudecken. Um auch die Wirkung auf den Grad der Funktions- und Bewegungseinschränkung der Spondylarthropathie und auf die Krankheitsaktivität auswerten zu können, wurde außerdem bei Reha-Beginn, bei Reha-Ende und 3 Monate nach Reha-Ende entsprechende Daten, die numerische Schmerzskala und die Schmerzmittel-Einnahme erhoben.

Mit den Ergebnissen wird Mitte 2016 gerechnet.

Einen Überblick über den aktuellen Stand der Studien und ihrer positiven Zwischenbilanzen finden Sie in dem Blog-Beitrag: „Gesund gestrahlt“: DER SPIEGEL berichtet über Radon-Schmerztherapie.

Einen Überblick über Radon als natürliches Heilmittel zur Schmerztherapie finden Sie hier.