Hier finden Sie die aktuellen Radon-Studien im Überblick, die der Wirkungsweise des Radons und dem Nutzen als Schmerztherapie für rheumatische Erkrankungen nachgehen:
Wissenschaftler prüfen, ob Radontherapie bei durch SARS-CoV-2 induzierten Lugenentzündungen helfen kann

Neues Forschungsvorhaben des renommierten Helmholtz in Darmstadt, bei dem herausgefunden werden soll, ob niedrig dosierte Radonstrahlung sogar Corona-Viren bekämpfen kann. Wie das GSI am 16.04.2020 auf seiner Homepage mitteilt, setzt GSI/FAIR sein Forschungspotenzial und seine einzigartige Infrastruktur ein, um zur Bewältigung der aktuellen Corona-Pandemie beizutragen. Die Forscher wollen neue Erkenntnisse und Technologien liefern, die bei der Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 helfen können. Eines der drei Forschungsthemen lautet:
Therapeutische Wirkung von Niedrigdosisbestrahlungen bei durch SARS-CoV-2 induzierten Lungenentzündungen

Grewis (Genetische Risiken und entzündungshemmende Wirkung von ionisierender Strahlung)

Forschungspartner: Helmholtzzentrum der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt, Technische Universität Darmstadt, die Universitäten Frankfurt und Erlangen sowie das Bundesamt für Strahlenschutz

In einem großangelegten, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit fünf Millionen Euro über dreieinhalb Jahre geförderten, Projekt erforschen das GSI und seine Partner den Wirkmechanismus des Radons auf biomedizinischer Ebene. Konkret geht es darum, in einer „Radonkammer” die Wirkung des Radons auf Zellkulturen und auf rheumatische Mäuse zu testen. Leiterin des Projekts ist Dr. Claudia Fournier aus der Abteilung Biophysik bei GSI.

Vor allem für die in Deutschland einzigartige Radonstollentherapie in Bad Kreuznach wird damit substanzielle Grundlagenforschung geleistet, nachdem die Therapie auf 100 Jahre Erfahrungsmedizin zurückblicken kann.

Studien der GSI:
2017 – Ruehle et al – RAD-ON01 Modulations of the Immune System by Radon Spa (3)
Cucu et al Decrease of Markers Related to Bone Erosion in Serum of Patients Low-Dose Radon Spa Therapy 2017
Kullmann et al Temporarily increased TGFβ following radon spa correlates with reduced pain 2019

Effekte der inhalativen Radontherapie auf regulatorische T-Zellen, Zytokine und den klinischen Verlauf von Patienten mit ankylosierender Spondylarthritis (Morbus Bechterew)

Forschungspartner: Universitätsklinikum der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, ACURA Kliniken Rheinland-Pfalz AG in Bad Kreuznach

Bei dem durchgeführten Projekt handelt es sich um eine Studie an Probanden, die schwer an einer Spondylarthropathie erkrankt sind. Untersucht werden Patienten, die im Rahmen ihrer rehabilitativen Behandlung freiwillig an einer inhalativen Radontherapie im Radonstollen Bad Kreuznach teilgenommen haben und Kontrollpatienten, die die gleiche rehabilitative Behandlung erhielten, jedoch nicht an der Radontherapie teilnahmen.

Ziel der Studie ist es, Auswirkungen der inhalativen Radontherapie auf bestimmte T-Zellen und Zytokine im Blut, Bestandteile des Immunsystems, die für die Entzündungsprozess stehen, aufzudecken. Um auch die Wirkung auf den Grad der Funktions- und Bewegungseinschränkung der Spondylarthropathie und auf die Krankheitsaktivität auswerten zu können, wurde außerdem bei Reha-Beginn, bei Reha-Ende und 3 Monate nach Reha-Ende entsprechende Daten, die numerische Schmerzskala und die Schmerzmittel-Einnahme erhoben.

Seitdem 2016 die ersten Ergebnisse veröffentlicht wurden, hat dies Anlass zu kontinuierlicher Weiterentwicklung gegeben.

Weitere Infomationen finden Sie hier

Einen Überblick über den aktuellen Stand der Studien und ihrer positiven Zwischenbilanzen finden Sie in dem Blog-Beitrag: “Gesund gestrahlt”: DER SPIEGEL berichtet über Radon-Schmerztherapie.

Einen Überblick über Radon als natürliches Heilmittel zur Schmerztherapie finden Sie hier.