Radonstollen bekommt neuen Pächter

In großer Runde unter den Augen und vor den Ohren der Presse wurde am 30. Oktober 2013 die gute Nachricht öffentlich verkündet: Die AccuMeda Holding GmbH wird am 1. Januar 2014 neuer Pächter des Radonstollens in Bad Kreuznach! Damit kann das einzigartige Angebot der Radontherapie in Bad Kreuznach nicht nur gesichert sondern auch gestärkt und ausgebaut werden.

Die AccuMeda Holding tritt an die Stelle von Dr. Hans Jöckel, der den Stollen als verantwortlicher Arzt und Pächter im Jahr 1998 übernommen und während der vergangenen 15 Jahre national und international mit ausgesprochen großem Engagement vertreten hat. Zum 31.12.2013 wird Dr. Hans Jöckel den Pachtvertrag mit der Stadt Bad Kreuznach für den Radonstollen aus Altergründen beenden. Mit der AccuMeda Holding GmbH, die über ihren Gesellschafter und Alleingeschäftsführer Elmar H. Willebrand mit den ACURA Kliniken Rheinland-Pfalz verbunden ist, tritt ein Nachfolger an, der auch die Einbindung der notwendigen ärztlichen Kompetenz sicherstellt. Neuer Ärztlicher Direktor des Radonstollens wird der Nuklearmediziner Dr. Andreas Zöller aus Bad Kreuznach.

Unterschrift AccuMeda neuer Pächter des Radonstollens Bad Kreuznach

Punkt 12:05 Uhr war der neue Pachtvertrag unterschrieben und der Weg in eine neue Zukunft für den Radonstollen offen. Darüber freuten sich: Dr. Andreas Zöller, von der Stadt Bad Kreuznach der 1. Beigeordnete Wolfgang Heinrich und Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer, Elmar H. Willebrand und Dr. Hans Jöckel. (vlnr)

Motive und Ziele der AccuMeda

Die AccuMeda Holding GmbH sieht im Bereich der Radontherapie am Standort in Bad Kreuznach einen großen Nachholbedarf, das Potential dieser Therapieform bekannter und damit für Patienten nutzbar zu machen. „Als erfolgreiches Unternehmen im Bereich Gesundheit sehen wir uns in der Verantwortung, diese bundesweit einmalige Therapieform für Patienten nicht nur zu erhalten, sondern auch auszubauen. Vielen chronisch kranken Menschen verschafft diese Therapie die langersehnte Linderung. Patienten werden zukünftig einen unkomplizierten Zugang im eigenen Heimatland haben, der es ermöglicht, auf die über 100 Jahre weltweite Erfahrung mit dieser natürlichen Therapieform zurückzugreifen.“, so Elmar Willebrand, Geschäftsführender Gesellschafter der AccuMeda Holding GmbH. Der Vorsitzende des Landesverbands der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew e.V. (DVMB), Jürgen Seifert, ergänzt aus Sicht der Betroffenen: “Die Radontherapie bietet gerade vielen an Morbus Bechterew erkrankten Menschen eine wichtige Alternative in der Schmerztherapie. Wir freuen uns deshalb auch als DVMB, stellvertretend für unsere zahlreichen Mitglieder sehr, dass dieses bundesweit einzigartige Angebot in Bad Kreuznach nicht nur erhalten, sondern sogar ausgebaut werden kann”.

Am Standort Bad Kreuznach umfasst das Angebot bereits heute die gesamte therapeutische Kette aus fünf Bausteinen auf dem Gebiet der Rheumatherapie, von der ambulanten Tagesklinik, über die  stationäre Akut- und Rehaklinik der ACURA Kliniken Rheinland-Pfalz AG, bis hin zu Angeboten im Bereich Prävention und Nachsorge im Gesundheitsstudio der AccuMeda Health Academy. Komplementäre medizinische Angebote, die einen nachweislichen Nutzen für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen vorweisen können, gehören zum Therapieangebot. „Wir sehen in der Radontherapie eine ideale Ergänzung des Portfolio der ACURA Kliniken und freuen uns, dass mit dem Engagement der AccuMeda ein weiteres Alleinstellungsmerkmal eines ganzheitlichen Behandlungsangebotes für Rheumapatienten hier in Bad Kreuznach erhalten und gestärkt werden kann. Dabei wird die notwendige medizinisch-wissenschaftlichen Kompetenz der ACURA Kliniken dafür sorgen, dass die Therapie nur in medizinisch indizierten Fällen unter ärztlicher Aufsicht angewendet wird.“, erklärt der Vorstand der ACURA Kliniken Rheinland-Pfalz AG.

In einem ehemaligen Bergwerksstollen hat Bad Kreuznach den ersten Stollen der Welt geschaffen, der zur Radontherapie eingesetzt wurde. In der Luft des Radonstollens ist in einer für therapeutische Zwecke geeigneter Konzentration das radioaktive Gas Radon enthalten. Es entsteht aus dem natürlichen Zerfall des Metalls Radium, welches im Porphyrgestein des Felsmassivs enthalten ist. Die Radontherapie, verantwortungsvoll nach strenger medizinischer Indikation verordnet und nur unter ärztlicher Überwachung verabreicht, kann“, so der zukünftige medizinische Strahlenschutzbeauftragte, Dr. Andreas E. Zöller, Nuklearmediziner in Bad Kreuznach, „Erfolge erzielen bei Erkrankungen wie: Morbus Bechterew, rheumatoide Arthritis mit geringer Aktivität, Gelenkbeschwerden, die durch Schuppenflechte ausgelöst werden, Verschleißerkrankungen der Wirbelsäule und der Gelenke, chronische Gicht, Osteoporose, Weichteilrheuma (Fibromyalgie) oder Frauenerkrankungen, die mit einer eingeschränkten Hormonbildung der Eierstöcke einhergehen.“ Eine Langzeituntersuchung hat insbesondere bei Patienten mit Morbus Bechterew Erfolge bei der Schmerztherapie nachgewiesen. Nach der Therapie können viele Patienten für längere Zeit auf Schmerzmittel ganz oder teilweise verzichten, so dass sie nebenbei auch noch deren mögliche Nebenwirkungen vermeiden können.

AccuMeda wird neuer Pächter des Radonstollens Bad Kreuznach

Die Unterzeichner des neuen Pachtvertrag für den Bad Kreuznacher Radonstollen beim Pressegespräch.

Hervorragende Perspektiven für die Patienten und den Standort

Erklärtes Ziel der AccuMeda Holding ist es, die Radontherapie am Standort Bad Kreuznach nicht nur zu erhalten, sondern aktiv auszubauen. Die zahlreichen Alleinstellungsmerkmale des Bad Kreuznacher Radonstollens bieten hier, so der neue Pächter, beste Voraussetzungen um schon kurz- bis mittelfristig für mehr Auslastung zu sorgen. Vergleichbare Einrichtungen gibt es in Österreich, Polen, Russland und Südamerika. Nirgendwo aber sind Rahmenbedingungen günstiger als in Bad Kreuznach, denn der Stollen verfügt über drei einzigartige Alleinstellungsmerkmale:

1) Einzigartig ist die Synergie mit der besonderen Rheumakompetenz in Akutversorgung und Rehabilitation durch die nur rund 100 Meter vom Stollen entfernten ACURA Kliniken.
2) Einzigartig ist die „Barrierefreiheit“ des Stollens, sowohl räumlich als auch medizinisch. Der Bad Kreuznacher Stollen erfordert keine langwierige Ein- und Ausfahrt, keine besondere Vorbereitung und kein Umkleiden, der Zugang ist auch für Patienten mit Gehstützen, Rollatoren oder im Rollstuhl und selbst für Menschen mit Behinderungen oder Angst vor engen Räumen möglich.
3) Einzigartig ist die Effizienz der Therapieeinheiten. Eine schnelle und unkomplizierte Durchführung wird zusätzlich durch die herrschende normale Raumtemperatur erreicht. So können auch Menschen mit instabilem Kreislauf oder Menschen, denen ihr religiös-kultureller Hintergrund den Zugang in Badebekleidung verbieten würde, die Radontherapie höchst unkompliziert in Anspruch nehmen. Nicht zuletzt erfordert die Therapie keine besonderen Vorbereitungen, sondern die Therapiesitzung besteht zu 95 % aus Therapie und wenigen Minuten Vorbereitung. Nach Therapie-Ende kann der Patient sofort wieder anderen Beschäftigungen nachgehen.

Attraktive Kooperationsangebote mit Hotelbetreibern sowie die weiteren äußerst attraktiven Kur- und Klinikangebote der Stadt Bad Kreuznach bieten ein passendes Gesamtkonzept, um auch die Zeiten zwischen den Therapiesitzungen sinnvoll medizinisch oder kulturell zu nutzen. Über eine aktive und wissenschaftlich exzellente Forschung zu den Einsatzmöglichkeiten der Radontherapie bei weiteren Krankheitsformen sollen mittel- und langfristig weitere Wachstumspotentiale für das Angebot des Radonstollens entstehen. Dabei soll die Forschung bewusst auf Krankheitsbilder fokussieren, bei denen ein großer Bedarf an zusätzlichen Behandlungsmöglichkeiten besteht. „Wir freuen uns, dass diese einzigartige Therapiemöglichkeit erhalten bleibt und hoffen, über die Erforschung der molekularen Effekte der Radontherapie auch neue Indikationsgebiete identifizieren zu können“, so Professor Dr. Andreas Schwarting, Ärztlicher Direktor der ACURA Kliniken Rheinland-Pfalz AG und Leiter des Schwerpunkts Rheumatologie an der Universitätsmedizin Mainz. Bereits bestehende Studien und verschiedene Forschungsprojekte „in der Pipeline“ bilden hier genauso eine hervorragende Basis wie die starken Forschungspartner vor Ort, die ACURA Kliniken, die Universitätsmedizin Mainz, das Reha-Kompetenzzentrum Bad Kreuznach/Bad Münster am Stein-Ebernburg oder der Verein Europäischer Radonheilbäder, EURADON e.V.

Fazit: Werte für alle Beteiligten

Elmar Willebrand, Geschäftsführender Gesellschafter der AccuMeda Holding GmbH, zieht ein positives Fazit: „Wenn wir die einzigartigen Rahmenbedingungen unseres Stollens gemeinsam mit der Stadt Bad Kreuznach aktiv nach außen tragen, können schon bald noch mehr Patienten als bisher – auch durch neue Anwendungsgebiete der Radontherapie – davon profitieren. So schaffen wir Werte für alle Beteiligten.“

Über AccuMeda:

Zu Beteiligungen der AccuMeda Gruppe zählen aktuell an acht Standorten vier Akut- und neun Reha-Kliniken, fünf komplementäre medizinische Einrichtungen, zwei Ambulanz-Zentren, ein 4-Sterne-Superior Hotel sowie ein Beratungsunternehmen. Über 2.000 hochkompetente und motivierte Menschen verantworten im Dienste der Gesundheit einen Gesamtumsatz von über 80 Millionen Euro. Mit Alleinstellungsmerkmalen, wie dem Betrieb des einzigen deutschen Radonstollen zur Schmerztherapie oder der deutschen Marktführerschaft mit einem Anteil von 20 Prozent an der stationären rheumatologischen Versorgung vertraut bereits jeder fünfte Rheumapatienten auf die Kompetenz einer Einrichtung der AccuMeda Gruppe. Nähere Informationen unter

www.accumeda.com sowie www.kh-acura-kliniken.com

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